Man erinnere sich an die Geschichte des Mädchens Sidonie Adlersburg oder an Die Hochzeit von Auschwitz. Im neuen Buch, Als ob ein Engel (Diogenes) berichtet Hackl von einer Familientragödie aus der Zeit der faschistischen Militärdiktatur in Argentinien: eine dokumentarische Erzählung über Gisela Tennenbaum, deren Eltern vor den Nazis flohen, und die 1977 als Mitglied der Widerstandsbewegung spurlos verschwand. "Erich Hackl hat eine großartige transatlantische Familiengeschichte von Verfolgung und Widerstand geschrieben, die zeigt, wie es jeder Generation aufgegeben ist, ihre politische Aufgaben vor dem Hintergrund vergangenen Unrechts neu zu definieren", so die Standard-Rezension. Heute Lesung. (dog, DER STANDARD/Printausgabe, 07.11.2007)