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Foto: APA/Helmut Fohringer
Wien – Hunderttausende Österreicher haben sich von ihren alten Quecksilberthermometern getrennt und an der Umtauschaktion der österreichischen Apotheken teilgenommen. Im Aktionszeitraum von nur 15 Tagen wurden rund eine Million Quecksilber-Thermometer in die Apotheken gebracht, so die Österreichische Apothekerkammer in einer Aussendung. Umgerechnet entspreche das einer Tonne Quecksilber, die aus den Haushalten geholt wurde und nun ordnungsgemäß entsorgt wird.

EU-weites Verbot

Hintergrund der Rücknahme-Aktion von Lebensministerium und Apothekerkammer ist ein EU-weites Verkaufsverbot von quecksilberhaltigen medizinischen Messgeräten ab 2009. Quecksilber ist ein hochgiftiges Schwermetall, das gesundheitsgefährdend ist, wenn sein Dämpfe eingeatmet werden. "Der Ansturm auf die Apotheken war überwältigend. Unter großem Einsatz haben unsere ApothekerInnen einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Österreicher geleistet", freut sich Apothekerkammerpräsident Burggasser. Die Aktion war in den vergangenen Wochen auch in Kritik geraten, weil die Apotheken nicht mit dem großen Ansturm gerechnet haben und zu wenige digitale Fieberthermometer zum Austausch auf Lager hatten.

Entsorgung

Die Behälter, in denen die Quecksilber-Thermometer in den Apotheken gesammelt wurden, werden vom pharmazeutischen Großhandel abgeholt und anschließend von der Firma Saubermacher entsorgt. Die Thermometer werden nun in Sicherheitsgebinden zur Einlagerung in eine Unter-Tage-Deponie nach Deutschland transportiert. (red)