Frankfurt - Die Deutsche Postbank in den ersten neun Monaten vom Verkauf ihres Versicherungsgeschäfts an Talanx profitiert. Das Vorsteuerergebnis von Deutschlands größter Filialbank kletterte von Jänner bis September um ein Viertel auf 806 Mio. Euro, wie die Postbank am Donnerstag in Bonn mitteilte. Bereinigt um Sondererträge stieg das Ergebnis immer noch um gut acht Prozent auf 752 Mio. Euro. Die Postbank hatte im Sommer ihr Versicherungsgeschäft an die hannoversche Talanx verkauft und mit dem Unternehmen gleichzeitig eine Vertriebspartnerschaft abgeschlossen. Die Krise an den Finanzmärkten hinterließ auch bei der Postbank Spuren, jedoch deutlich weniger als bei den deutschen Konkurrenten. Das zur Deutschen Post gehörende Institut musste auf Wertpapiere, die im Zusammenhang mit den Problemen am US-Hypothekenmarkt stehen, 61 Mio. Euro wertberichtigen. Die Commerzbank etwa kostete die Krise bis jetzt mehr als 300 Mio. Euro. Bei der Deutschen Bank, die allerdings im Gegensatz zu Postbank und Commerzbank stark auf das Investmentbanking konzentriert ist, schlugen im dritten Quartal sogar 2,2 Mrd. Euro Wertberichtigungen zu Buche. (APA)