Bonn - Die Deutsche Telekom sieht sich nach neun Monaten auf Kurs, den angepeilten operativen Gewinn von rund 19 Mrd. Euro in diesem Jahr zu erreichen. Wegen Investitionen in neue Geschäftsfelder werde der Konzern 2008 aber wohl nicht weiter draufsatteln können, teilte die Telekom am Donnerstag in Bonn mit. So würden der Ausbau des Mobilfunknetzes in den USA sowie Kosten für neue Breitbandangebote im Inland, mit denen sich die Telekom gegen die wachsende Konkurrenz behaupten will, das Ergebnis belasten. "Der Konzern geht davon aus, dass das bereinigte Ebitda stabil im Vergleich zum laufenden Geschäftsjahr bleiben wird", hieß es.

Dank ihres ausländischen Mobilfunkgeschäfts schlug sich die Deutsche Telekom im dritten Quartal mit einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 5,13 Mrd. Euro etwas besser als Analysten erwartet hatten. Nach neun Monaten stehen damit 14,7 Mrd. Euro zu Buche. "Wir liegen bei der Erfüllung unserer Jahresziele 2007 damit klar auf Kurs", sagte Telekom-Chef Rene Obermann, der am 13. November ein Jahr im Amt ist.

Optimistischer ist die Deutsche Telekom, was die Einnahmen aus dem laufenden Geschäft angehen. Der Free Cash-Flow liege bei 5,8 Mrd. Euro und werde im Gesamtjahr wohl 6,5 statt die angepeilten sechs Mrd. Euro erreichen, prognostizierte der Vorstand. 2008 solle er sich auf dem gleichen Niveau bewegen.

Auch wenn sich das Geschäft im Inland allmählich etwas zu stabilisieren scheint, noch immer verzeichnet der ehemalige Monopolist angesichts des harten Wettbewerbs Rückgänge am Heimatmarkt. Der Konzernerlös stieg nur leicht um 1,4 Prozent auf 15,69 Mrd. Euro und traf die Markterwartungen. Dabei verlor die Telekom aber im Inland 9,3 Prozent Umsatz, im Auslandsgeschäft legten die Erlöse hingegen um 14 Prozent zu. (APA/Reuters)