München - Der Sportartikel-Hersteller Adidas bleibt gut in Form. Der Überschuss stieg im dritten Quartal überraschend deutlich um 22 Prozent auf 298 Mio. Euro, wie Adidas, die Nummer zwei der Branche nach Nike, am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Analysten hatten nur mit 285 Mio. Euro gerechnet. Adidas erklärte den Anstieg unter anderem mit der 3,2 Mrd. Euro teuren Übernahme der US-Marke Reebok, die seit 2006 zum Konzern gehört. Die Fusion bringe Kostenvorteile im Einkauf. Dadurch habe sich die Rohertragsmarge verbessert.

Der Umsatz stagnierte im dritten Quartal bei 2,94 Mrd. Euro. Zuwächse gab es bei der Kernmarke Adidas und der Golfmarke TaylorMade, besonders in Asien. Rückgang mussten die Franken dagegen bei Reebok verkraften.

Der US-Markt ist nicht nur bei Adidas die Achillesferse. Beim Herzogenauracher Konkurrenten Puma fielen die US-Umsätze im dritten Quartal zum Beispiel um zehn Prozent. Bei Adidas waren es in Nordamerika neun Prozent. Die Probleme gehen auf den angeschlagenen US-Sportschuhhändler Foot Locker zurück. Dieser will Hunderte von Läden schließen und baut massiv Lagerbestände ab. Bei Herstellern von Sportkleidung und Schuhen werden daher kaum noch neue Waren bestellt. (APA)