New York - Der weltgrößte Versicherungskonzern American International Group (AIG) hat infolge der Kreditkrise einen Gewinneinbruch verzeichnet. Der Überschuss sank im dritten Quartal um mehr als ein Viertel auf 3,09 Mrd. Dollar (2,1 Mrd. Euro). Der Grund für den Rückgang waren vor allem Verluste im Kredit- und Hypothekenversicherungsgeschäft. Der Gewinn je Aktie fiel auf 1,19 Dollar nach 1,61 Dollar vor einem Jahr, teilte der Konzern am Mittwochabend nach Börsenschluss in New York mit.

AIG-Chef Martin J. Sullivan sagte, das Risiko-Management des Konzerns habe die Folgen der Hypothekenkrise für AIG zumindest begrenzt. Angesichts der unruhigen Märkte habe sich bewährt, dass der Konzern breit und weltweit aufgestellt sei. Unter dem Dach des AIG- Konzerns mit einer Bilanzsumme von rund 1,1 Bill. Dollar finden sich neben allgemeinen Policen sowie Lebens- und Rentenversicherungen unter anderem auch Finanzdienstleister und Vermögensverwalter.

Für Unruhe sorgt gegenwärtig der frühere legendäre AIG-Chef Maurice Greenberg, der an AIG beteiligt ist. Er kündigte an, mit anderen Aktionären über die derzeitige Strategie und Führung des Versicherungsriesen reden zu wollen. Der heute 82-jährige Milliardär war 2005 nach mehr als drei Jahrzehnten Amtszeit im Zusammenhang mit Klagen wegen angeblich versteckter Verluste zurückgetreten.

In den ersten neun Monaten des Jahres verdiente AIG noch mehr als vor einem Jahr. Der Überschuss stieg um 8,3 Prozent auf 11,49 Mrd. Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 4,40 Dollar im Vergleich zu 4,04 Dollar im Vorjahr. (APA/dpa)