Wien - Die Bank Austria-Fondstochter Pioneer Investments Austria bleibt trotz der jüngsten Korrekturen verhalten optimistisch für die internationalen Aktienbörsen. In ihren gemischten Portfolios hält die Fondsgesellschaft daher Aktien im Vergleich zu Euro-Staatsanleihen weiter übergewichtet.

Die laufende Ergebnisberichtssaison für das dritte Quartal kann laut dem aktuellen Pioneer-Marktausblick unterm Strich die Erwartungen leicht übertreffen. Für Irritationen sorgen aber vor dem Hintergrund der US-Subprime-Krise Meldungen über höheren Abwertungsbedarf bei einzelnen Finanzinstituten wie Merrill Lynch, Citigroup oder UBS.

"Schlechten Nachrichten wird derzeit an den Märkten wesentlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt, als guten", sagt Pioneer Investments Austria-Aktienchef Paul Severin. Die internationalen Börsen seien weiter sehr korrekturanfällig.

"Soft landing" in den USA

Für erhöhte Volatilität haben zudem die jüngsten Sorgen um die US-Konjunkturentwicklung geführt. "Wir sind zuversichtlich, dass es beim 'soft landing' Szenario bleibt", erklärt der Pioneer Investments Austria-Anleihenchef Volker Steinberger. Damit wird zwar eine deutliche Wachstumsabschwächung, aber kein Abrutschen in eine Rezession erwartet.

Global seien die Konjunkturdaten weiter robust, besonders die Schwellenländer würden weiter eine starke Wachstumsdynamik zeigen. Für Europa signalisieren die jüngsten Vorlaufindikatoren laut Pioneer eine Abschwächung der zuletzt hohen Wachstumserwartungen.

Mit zunehmender Sorge wird laut Pioneer-Marktausblick der Preisauftrieb bei Rohöl und Agrar-Rohstoffen beobachtet. Neben Inflationsrisiken seien damit Einschnitte in die Profitabilität der Unternehmen zu erwarten, die sich auch in den Gewinnprognosen für 2008 niederschlagen werden.

Keine Überraschungen erwartet die Fondsgesellschaft von der Zinspolitik der Notenbanken. Nach der jüngste Leitzinssenkung in den USA werden von der US-Notenbank Fed und der europäischen Zentralbank (EZB) vorerst keine Zinsschritte erwartet. (APA)