Bild nicht mehr verfügbar.

Der Tagesbedarf an Fett ist mit einem Bratwürstel gedeckt.

Foto: AP/Jens Meyer

"Gute Fettsäuren" sind beispielsweise in Nüssen enthalten.

Foto: PhotoDisc

Fette_Empfehlung.pdf

Größe: unbekannt

Checkliste Fette und Öle als PDF

Wofür braucht der Körper Fett?

Fett, das neben den Kohlenhydraten und Proteinen zu den Hauptnährstoffen des Menschen gehört, ist für den Körper von großer Bedeutung: Es liefert Energie und dient gleichzeitig als Lösungsmittel für die rein fettlöslichen Vitamine A, D, E und K und für Aromastoffe.

Außerdem ist es ein wichtiger Bestandteil der Zellmembrane. Die körpereigene "Fettschicht"ist zusätzlich ein Schutz für die inneren Organe, das Nervensystem und die Haut. Auch die sensorischen Aspekte sollen nicht unerwähnt bleiben: Fett ist der Geschmacksträger der Nahrung und verlängert nach dem Essen das Sättigungsgefühl.

Woraus besteht das Fett?

Fett ist aber nicht einfach Fett: Denn die Eigenschaften der einzelnen Fette ergeben sich aus den unterschiedlichen Fettsäuren. Hierbei werden vor allem Fette mit gesättigten und solche mit ungesättigten Fettsäuren unterschieden.

Wie gesättigte Fettsäuren wirken

Gesättigte Fettsäuren dienen vor allem als Speicherfett, weil sie aufgrund ihrer chemischen Struktur nicht besonders reaktionsfreudig sind. Deshalb lassen sie sich vorzugsweise gleich in den unliebsamen Fettdepots nieder.

Wie ungesättigte Fettsäuren wirken

Ungesättigte Fettsäuren hingegen sind besonders reaktionsfreudig und daher an wichtigen organischen Bauprozessen beteiligt: Sie sind das Bau- und Stukturfett der Zellmembran. Ungesättigte Fettsäuren können einfach, zweifach oder mehrfach ungesättigt sein.

Eine lebensnotwendige Rolle nehmen die zwei- oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren ein: Denn sie gehören zu den wichtigsten Stoffen, die der Körper für seine Bauprozesse braucht. Und: Sie können im Gegensatz zu anderen Fetten vom Körper nicht selbstständig gebildet werden. Daher werden sie auch essentielle Fettsäuren genannt.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind die "Heilerinnen" unter den Fettsäuren: Sie reinigen den Körper von schlechten Fetten, schützen vor Krebs und haben eine entzündungshemmende Wirkung. Auch die Psyche profitiert von diesen speziellen Fettsäuren: Sie wirken stimmungsaufhellend.

Wo ist Fett enthalten?

Wichtig ist bei dem Genuss von Fett darauf zu achten, nicht zuviel gesättigte Fettsäuren (tierische Produkte, Käse und Butter) zu sich zu nehmen, sondern vor allem ungesättigten Fettsäuren den Vortritt zu lassen. Diese finden sich vor allem in nativen Ölen, als auch in Nüssen und Leinsamen. Die wichtigen Omega-3-Fettsäuren sind vor allem in Seefisch wie Lachs, Makrele und Hering enthalten.

Die Verarbeitung spielt bei der Qualität der Fette eine große Rolle: So können sich beispielsweise stark erhitzte Fette an den Gefäßwänden ablagern und das Blut verdicken. Das Erhitzen von mehrfach ungesättigten Fettsäuren kann sogar dazu führen, dass das Fett im Körper oxidiert und somit die Zellen schädigt.

Wieviel Fett ist gesund?

Für erwachsene Menschen gilt die so genannte "30-Prozent-Regel": Der Fettanteil sollte pro Tag nicht mehr als 30 Prozent der Kalorienzufuhr betragen. Mit anderen Worten: 60 bis 80 Gramm pro Tag, wie sie beispielsweise in einem Bratwürstel enthalten sind, sind absolut ausreichend.

Zuviel Fett macht fett: Gerade wenn zu viele ungesättigte Fettsäuren aufgenommen werden, wird die überschüssige, nicht verbrauchte Energie in den Depots im Körper gelagert. Die Folge ist Übergewicht, einer der Hauptrisikofaktoren für Arteriosklerose. Diese kann zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen. (Sophie Leitner, derstandard.at)