Wien - Mit dem Duell zwischen Vizemeister VSV (Platz 8) und Meister Red Bull Salzburg (5) in Villach geht die Erste-Bank-Eishockey-Liga (EBEL) in die Halbzeit des Grunddurchgangs. Die Neuauflage des Finales der Vorsaison steht aber im Schatten des Gastspiels der Vienna Capitals in Jesenice. Im Schlager der 18. Runde am Freitag (19:15 Uhr) geht es im direkten Duell um die Tabellenführung.

Die trotz zahlreicher und hochkarätiger Abgänge überraschend starken Slowenen (27 Punkte) könnten die Caps (28) auf Platz eins ablösen. Jesenice setzt dabei weiter auf Conny Strömberg, der Stürmer wurde nach einer starken Bilanz in seiner vierwöchigen Probezeit (7 Tore, 6 Assists in 8 Spielen) fix bis Saisonende verpflichtet.

Auch bei den Wienern wurden am Mittwoch Weichen gestellt. Nachdem sich die Verletzung von Torhüter Jean-Francois Labbe als schwerwiegender herausgestellt hat, verlängerten die Caps mit Sebastien Charpentier bis Saisonende. laut Tageszeitung "Kurier" trennen sich die Capitals zudem spätestens Ende der Saison von Manager Thomas Kornhoff.

Jesenice geht mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Die Slowenen sind seit einem Monat (9.10, 2:5 gegen Linz) ungeschlagen und haben sich mit zehn Siegen in Folgen, die jüngsten vier ohne Gegentreffer, von Platz acht auf Rang zwei vorgearbeitet.

Trotz dieser beeindruckenden Zahlen und der Ausfälle von Stanley-Cup-Sieger Pascal Rheaume, Dan Bjornlie und dem ehemaligen Jesenice-Stürmer Marcel Rodman gibt sich Capitals-Headcoach Kevin Gaudet optimistisch. "Wir müssen zwar einige Leistungsträger vorgeben, aber jetzt können sich die anderen Spieler mit guten Leistungen empfehlen. Das Spiel in Jesenice wird sicherlich knapp. Überzahl- und Unterzahlspiele werden entscheidend sein", erklärte er.

Das bisher letzte Gastspiel der Wiener in Jesenice war jedenfalls hochklassig und dramatisch. Mit einem 2:1 nach Penaltyschießen sicherten sich die Caps am 13. März im direkten Duell den letzten Platz im Play-off.

Der Meister aus Salzburg hofft - analog zu den Red-Bull-Kickern - mit den Spielen in Villach und Linz (am Sonntag) auf ein Ende der Auswärtsschwäche. Zuletzt setzte es drei Niederlagen in Serie mit einer Tordifferenz von 1:12. Die Salzburger müssen jedoch weiter auf Frank Banham, Marco Pewal und Greger Artursson verzichten, auch der Einsatz von ÖEHV-Teamspieler Daniel Welser ist nach seiner am Sonntag erlittenen Prellung der Halswirbelsäule fraglich.

Bei den Villachern ist allerdings auch ein Trio nicht mit dabei. Devind Edgerton, Daniel Gauthier und Mickey Ellick müssen gegen den Titelverteidiger passen.

Innsbruck gastiert beim Schlusslicht Szekesfehervar in Ungarn, dem Ex-Team von HCI-Trainer Pat Cortina. Der Tabellenvorletzte und Rekordmeister KAC hat Olimpija Laibach zu Gast und könnte da schon einen neuen Stürmer präsentieren. Die Klagenfurter trennten sich am Donnerstag von Ben Thomson, der in 17 Spielen nur auf 3 Tore und 2 Assists kam.

Eine Halbzeitpause in der EBEL gibt es nicht, schon am Sonntag geht es weiter. Der Grunddurchgang wird am 4. Jänner abgeschlossen, danach teilt sich das Feld in die Platzierungsrunde der besten sechs Teams und die Qualifikationsrunde, in der die Mannschaften auf den Rängen sieben bis zehn zwei Plätze für das Viertelfinale ausspielen. (APA)