Wien - Der börsenotierte Garnhersteller Linz Textil konnte seine Ergebnisse nach den ersten drei Quartalen 2007 trotz leichten Umsatzeinbußen deutlich verbessern. Während der Konzernumsatz um 9 Mio. auf 114,4 Mio. Euro zurückging, konnte das Konzernergebnis von 2,4 auf 5,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden, teilte Linz Textil am Donnerstag im Aktionärsbrief mit. Der zu erwartende Geschäftsverlauf bis Jahresende zeige sich positiv, die Unternehmensziele werden erreicht.

Das erneut alles dominierende Thema sei der US-Dollar gewesen, der die produzierenden Betriebe zunehmend belaste. "Es verlangt nach einem außerordentlichen Kraftakt augenblicklich aus dem Euroraum in Dollarländer zu exportieren. "Bei einem Kursverhältnis Euro/Dollar von 1:1,42 ist eine Hinwendung zu Märkten außerhalb der EU mit anderen Währungen eine logische Reaktion", heißt es. Die Probleme bei der Überwindung der Währungshürden bleiben weiterhin bestehen und könnten sich potenziell verstärken.

Konzernumsatz sank

Der Konzernumsatz sank durch das Restrukturierungsprogramm in den baumwollproduzierenden Einheiten. Im dritten Quartal habe sich der Umsatz stabilisiert. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg auf 6,2 (2,8) Mio. Euro. Gewinne aus investitionsbedingten Anlagenverkäufen der Spinnereien der Gruppe haben wesentlich zum guten Ergebnis beigetragen, so das Unternehmen. Der Eigenkapitalanteil liegt bei 71,3 Prozent.

Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Stichtag per 31.12.2006 um 4,7 Prozentpunkte erhöht. Diese Erhöhung resultiert aus der beschlossenen Kapitalherabsetzung. Der Rückzahlungsbetrag in Höhe von 6,0 Mio EUR ist als Verbindlichkeit ausgewiesen. Es werden 772 Mitarbeiter beschäftigt.

Das dritte Quartal stand in Bezug auf die Investitionstätigkeiten zur Gänze im Zeichen des Bauvorhabens "Viskosespinnerei Nanjing" in China. Die Gründungsarbeiten seien voll im Gang und der Zeitplan werde eingehalten, so das Unternehmen. (APA)