Wien - Der börenotierte Software-Konzern Brain Force Holding AG wies auch nach drei Quartalen des Geschäftsjahren 2007 trotz eines höheren Umsatzes ein negatives Periodenergebnis aus. Nach Restrukturierungsmaßnahmen und einem Effizienzsteigerungsprogramm hofft das Unternehmen im nächsten Jahr auf den Turnaround, teilte Brain Force am Freitag mit.

Brain Force wies im dritten Quartal ein Periodenergebnis von -9,6 Mio. Euro, für die Quartale 1 bis 3 bedeutet dies ein Periodenergebnis von -20,3 Mio. Euro.

Das operative EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug im dritten Quartal -748.000 Euro, kumuliert lag es bei plus 547.000. Das operative EBIT vor Restrukturierungen und Firmenwertabschreibungen betrug im dritten Quartal -1,8 Mio. Euro, was kumuliert ein EBIT von -3,3 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen ergibt.

Nach Restrukturierungen und Firmenwertabschreibungen, die wie angekündigt komplett im zweiten und dritten Quartal verbucht wurden, wurde ein EBIT in Höhe von -6,7 Mio. Euro im dritten Quartal beziehungsweise -17,4 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen erreicht. Als Reaktion auf geänderte Marktbedingungen seien im dritten Quartal weitere Firmenwertabschreibungen in Höhe von rund 2,4 Mio. Euro vorgenommen worden.

Mehr Umsatz

In dem am 30. September abgeschlossenen dritten Quartal 2007 erwirtschaftete das Softwarehaus - nach vorläufigen Zahlen - einen Umsatz von 23,7 Mio. Euro, der damit um 16,8 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres liegt. Für die Quartale 1 bis 3 bedeutet dies einen Umsatz von 71,4 Mio. Euro, was einem Plus von 13,1 Prozent entspricht.

Die Eigenkapitalquote der Brain Force Gruppe wurde mit 36 Prozent angegeben, das Gearing mit 27 Prozent und die Nettoverschuldung mit 7 Mio. Euro.

Für das vierte Quartal ist das Unternehmen optimistisch. Aus heutiger Sicht sollte bei einem Umsatz von rund 26 Mio. Euro wieder einen positiver EBIT-Beitrag von rund 0,5 Mio. Euro möglich sein, hieß es. Damit entspreche das operative Ergebnis für das Geschäftsjahr weitgehend den bereits veröffentlichten Erwartungen des neuen Managements.

2008 wird ein Umsatzplus von 5 bis 10 Prozent erwartet. Das EBIT sollte aus heutiger Sicht im Jahr 2008 rund 2 bis 3 Mio. Euro betragen. (APA)