Der ATX musste eine deutliche Korrektur in den letzten Tagen hinnehmen; auf Wochensicht verlor der österreichische Leitindex 4,4%.

Angeführt wurde die Liste der Verlierer von der Österreichischen Post, die nach der Gewinnwarnung für das nächste Jahr (ausgelöst vom Verlust der Quelle als Großkunden im Paketgeschäft) um 19,3% einbrach. Knapp dahinter (mit einem Minus von 16,1% bis Donnerstag) fand man die AUA, die zwar keine fundamentale Neuigkeiten brachte, deren Kursverlauf aber offensichtlich unter dem hohen Ölpreis leidet. Unter den Verlierern war auch Intercell (-10,7%), jedoch ebenfalls ohne Neuigkeiten.

Nur drei Titel im Plus

Die Gewinnerseite lässt sich schnell zusammenfassen, da nur drei Titel eine positive Performance auf Wochensicht zeigen konnten. bwin war mit einem Plus von 17,3% der klare Gewinner, gefolgt von Zumtobel (+5,6%) und einem immer noch sehr starken und von hohen Öl- und Strompreisen profitierenden Verbund (+2,5%).

Die Berichtsaison ist voll im Gange. Die Q3 Zahlen der Andritz lagen zwar innerhalb der Analystenerwartungen, alleine das war allerdings zu wenig, die Aktie gab um 8,8% nach. Die Raiffeisen International hingegen überraschte positiv, was dazu führte, dass die teilweisen hohen Kursverluste zu Beginn der Woche noch wettgemacht werden konnten. Letztendlich blieb ein Minus von 4,5%.

In der nächsten Woche findet die Berichtsaison ihre Fortsetzung und zwar auf Hochtouren. Wir erwarten Zahlen von der OMV, Telekom Austria, voestalpine, Wienerberger, Wiener Städtische, der Österreichischen Post, Böhler Uddeholm, ATEC, Mayr-Melnhof, Flughafen und schließlich bwin. Insgesamt gesehen werden die großen Unternehmen mit ihren Ergebnissen die Richtung vorgeben, eine entscheidende Frage wird auch sein, ob und inwieweit die Banken (Erste Bank und RI) positive Signale senden können. Die Ängste rund um die US-Subprime Krise sind jedenfalls noch nicht ausgestanden und so gehen wir von einem durchschnittlichen, wenn nicht eher negativen Wochenverlauf aus.