Teheran - Der oberste Gerichtshof des Iran hat am Freitag das Todesurteil für einen kurdischen Journalisten bestätigt. Die Todesstrafe für Adnan Hassanpur wegen Spionage sei bestätigt worden, zitierte die Nachrichtenagentur Isna seinen Anwalt. Hassanpur sei schuldig befunden worden, Informationen über Militäranlagen verbreitet und mit einem Vertreter des US-Außenministeriums in Kontakt gestanden zu haben. Dies habe aus ihm nach Auffassung des Gerichts einen "Feind Gottes" gemacht, was die Todesstrafe bedeute. Er habe diese juristische Auslegung angefochten und werde dies auch weiter tun, betonte der Verteidiger.

Todesstrafe für zweiten Berichterstatter aufgehoben

Unterdessen wurde das gegen den kurdischen Journalisten Hiva Botimar verhängte Todesurteil aufgehoben. Die Verurteilung der beiden Männer am 16. Juli hatte heftige Proteste des Westens nach sich gezogen, vor allem von Menschenrechts- und Journalistenorganisationen. Nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen hatten die beiden Kurden für das 2005 verbotene Magazin "Aso" gearbeitet. Hassanpur habe sich dabei mit dem hochsensiblen Thema der Kurden im Iran befasst. (APA)