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Foto: APA/Herbert Pfarrhofer
Wien - Eine Demonstration von Kurden hat am Samstag in Wien stattgefunden. Nach Angaben der Organisatoren versammelten sich etwa 2.00 Demonstranten vor der Oper. Den Ring entlang marschierten sie über den Schwarzenbergplatz in die Prinz-Eugen-Straße. Das Polizeiaufgebot war massiv: Etwa 200 Polizisten befanden sich im Einsatz, um gewaltsame Zwischenfälle zu verhindern.

"Friedenswillen der Kurden zeigen"

Das Ziel der Demonstration sei, gegen die "Invasionspolitik der türkischen Regierung in Süd-Kurdistan, sprich im irakischen Kurdistan, zu demonstrieren", sagte Ender Karadas von der Organisation "Feykom", dem Dachverband der Kurden in Österreich. Zudem wolle man den "Friedenswillen der Kurden zeigen". Die Kurden wünschten, dass die universellen Menschenrechte gewährleistet werden. Das Problem sei aber, dass die türkische Seite nicht an einer friedlichen Lösung interessiert sei. "Sie betreiben eine Aggressions- und Vernichtungspolitik", sagte Karadas. Die PKK bezeichnete er als "Tatsache". Die PKK sei in der Bevölkerung "stark verwurzelt".

Farbenfrohe Demonstration

Die farbenfrohe Demonstration stand auch im Zeichen des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan. Viele Fahnen mit seinem Konterfei waren zu sehen. Die Demonstranten skandierten Parolen wie "Öcalan" und "Türkische Armee raus aus Kurdistan".

Die Demonstration ist ohne Zwischenfälle beendet worden, bestätigte Walter Nevoral vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) der APA nach Abschluss der Kundgebung.

Tausende Türken in Deutschland demonstrierten gegen PKK

In Deutschland haben am Samstag tausende Menschen gegen die verbotene Türkische Arbeiterpartei PKK demonstriert. In der Münchner Innenstadt versammelten sich laut Polizei bis zu 3.000 Türken, in Frankfurt am Main wurden zwischen 1.000 und 1.300 Teilnehmer gezählt. Beide Veranstaltungen wurden am Nachmittag ohne Vorkommnisse beendet. In Hamburg wurden am Abend bis zu 250 Kurden zu einer Demonstration erwartet. Sie wollten gegen die Politik der türkischen Regierung protestieren. (APA)