Der amerikanische Schriftsteller Norman Mailer schrieb über so viele Themen wie kaum ein Autor vor ihm. So beschäftigten ihn vor allem die düsteren Seiten des "American Dream", der Krieg, Sex, Politik und zuletzt auch der Glaube:

- "Über Gott": Das Buch gibt "ungewöhnliche Konversationen", so der Untertitel, zwischen dem Autor und seinem Biografen Michael Lennon wieder. Im Mittelpunkt steht die Haltung des früheren Atheisten Mailer zum Glauben. (2007)

- "Das Schloss im Wald": Der Roman beleuchtet auf der Suche nach den Wurzeln des Bösen die fiktive Jugend von Adolf Hitler. Erzähler ist ein Gehilfe des Teufels namens Dieter. (2007)

- "Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug": Mehr Kampfschrift als Sachbuch. Leitmotiv ist Mailers Zorn auf die Bush-Regierung und den Irak-Krieg. (2003)

- "Gnadenlos. Das Lied vom Henker": Für die Schilderung des Schicksals eines Doppelmörders bekommt Mailer seinen zweiten Pulitzer-Preis. (1979)

- "Heere aus der Nacht": Der Roman mit Reportage-Charakter über eine Demonstration in Washington gegen den Vietnamkrieg verwischt die Grenzen zwischen Literatur und Journalismus. Er bringt Mailer einen Pulitzer-Preis. (1968)

- "Die Nackten und die Toten": Gilt als einer der bedeutendsten Romane über den Zweiten Weltkrieg. Das von den Erlebnissen im Pazifikkrieg geprägte erste Buch des damals 25-jährigen Mailer blieb sein erfolgreichstes Werk. (1948) (APA/dpa)