Jerusalem - Rund hundert israelische Polizisten haben am Sonntag im Zusammenhang mit Korruptionsermittlungen gegen Ministerpräsident Ehud Olmert mehr als 20 Büros von Behörden und Privatpersonen durchsucht. Das teilte Polizeisprecher Micky Rosenfeld mit. Olmert steht unter anderem unter dem Verdacht, in seiner Zeit als Handelsminister einem Freund eine staatliche Beihilfe verschafft und unangemessene Personalentscheidungen getroffen zu haben. Zudem soll er als Finanzminister versucht haben, den Verkauf der zweitgrößten israelischen Bank an zwei Freunde zu beeinflussen. Drittens soll er sein Jerusalemer Haus zu einem ungewöhnlich günstigen Preis bekommen haben, nachdem er dem Immobilienhändler Baugenehmigungen verschafft haben soll. Olmert hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. (APA/AP)