Tiflis - Nach der OSZE haben auch die USA einen Vertreter nach Georgien gesandt, um ein baldiges Ende des Ausnahmezustands zu erreichen. Matthew Bryza, als stellvertretender Staatssekretär im Außenamt zuständig für Europa und Eurasien, traf am Sonntag in der Kaukasusrepublik ein, wie die US-Botschaft in Tiflis mitteilte. Während seines Aufenthaltes, der bis Mittwoch dauern soll, wird Bryza den Angaben zufolge Gespräche mit Präsident Michail Saakaschwili führen, der am Mittwoch nach teils gewalttätigen Massenprotesten gegen seine Regierung den Ausnahmezustand verhängt hatte. Mittlerweile gab er der Forderung der Opposition nach und kündigte vorgezogene Präsidentenwahlen für den 5. Jänner an.Bisher hatte Saakaschwili sich den internationalen Forderungen nach einer Aufhebung des Notstands widersetzt. Um Vermittlung bemüht sich auch ein Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE): Der frühere EU-Parlamentspräsident Josep Borrell werde sich bei Treffen mit Vertretern von Opposition und Regierung für einen friedlichen Dialog und das Ende des Ausnahmezustands in Georgien einsetzen, hatte der spanische Außenminister und derzeitige OSZE-Vorsitzende Miguel Angel Moratinos am Samstag in Madrid mitgeteilt. (APA)