Fanfare Ciocarlia Dienstag, dem 13. November 20 Uhr in der Szene Wien.

Foto: Szene Wien
Wien - Mittlerweile haben sie unzählige Narben und Beulen - die Instrumente der Roma-Brassband Fanfare Ciocarlia. Die Musiker aus Zece Prajini, einem Dorf im Nordosten Rumäniens, spielen mit unglaublichem Tempo und großem Einfühlungsvermögen in Rhythmik, traditionellen Tänzen und Melodien. „Es gibt viele Bands wie die unsere in Rumänien, doch wir sind die Schnellsten“, beschreibt der Klarinettist und Sänger Oprica Ivancea das rund 13-köpfige Orchester. Das Repertoire der Brassband besteht aus einer Vielzahl an Stücken, deren Wurzeln in der Volksmusik des Landes und der Balkanregion liegen. Und das Vibrato der Trompeten, die treibenden Bassrhythmen und Paukenschläge, die hervorstechenden Saxophon- und Klarinettenklänge lassen den Zuhörer in den Sog der für die Roma typischen Feierlichkeiten eintauchen. Ob Taufen, Hochzeiten oder andere Feste - überall sind die Fanfaren fester Bestandteil dieser ausgedehnten Feiern. Das Tanzbein schwingen Fünf Alben hat das Orchester bereits veröffentlicht. Für ihre aktuelle Studioaufnahme, "Queens & Kings", reisten die Musiker durch Europa, um mit Roma-Sängerinnen und Sängern zu arbeiten. Geschichten, die das Leben schrieb, resultierten aus dieser Kooperation und wurden daraufhin vom Orchester intoniert. Seit dem Frühjahr 1997 kennt man Fanfare Ciocarlia auch außerhalb Rumäniens. Ein deutscher Toningenieur hatte in Deutschland Auftrittsmöglichkeiten für die Band arrangiert. Seither tourt das Orchester durch alle Kontinente und begeistert Tanzfreudige ebenso wie Tanzunwillige. Am Dienstag, dem 13. November, gastieren Fanfare Ciocarlia in der Szene Wien. (red)