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Reis, Obst und Gemüse stellen eine gute Grundlage für eine gesunde Ernährung dar.

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Frucht- oder Gemüsesäfte ohne Zuckerzusatz liefern zusätzlich Vitamine.

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Es muss nicht immer Schokolade sein: Ein Obstsalat ist ebenfalls eine schmackhafte Nachspeise mit einem Bruchteil an Fett und Kalorien.

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Hektischer Arbeitsalltag, dichter Uni-Stundenplan oder einfach nur Freizeitstress: Essen muss schnell gehen. Knapp die Hälfte der Österreicher konsumiert regelmäßig Fast Food. Das besänftigt zwar zunächst den knurrenden Magen, auf Dauer sind die fettigen Snacks aber weder gesund noch figurfreundlich. Es geht auch anders. Eine gesunde Ernährung unter Zeitdruck ist möglich. Die positiven Effekte zeigen sich bald in besserer Konzentrationsfähigkeit, Leistung, Wohlbefinden und Figur.

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Ein erster Schritt ist es, die Snacks, die nebenbei gegessen werden, auszutauschen: Getrocknetes Obst statt Schokolade, würzige Gemüsesuppen statt Würstel oder Gemüseweckerl statt Pizzaschnitten liegen nicht im Magen. Geld- und Zeitaufwand bleiben gleich.

Gesunde Alternativen

Obstsalat und Gemüse-Sticks aus Karotten, Paprika oder Kohlrabi können zu Hause vorbereitet werden. Wer dafür zu faul ist, kann einfach Kürbis- oder Sonnenblumenkerne, ungesalzenes Popcorn, Knäckebrot oder Reiswaffeln zum Knabbern einpacken. Griechisches Joghurt mit Honig und Nüssen sorgt für eine schmackhafte Abwechslung.

Auch zu Mittag lassen sich Alternativen finden: So genannte Health Fast Food Restaurants gibt es bereits an vielen Ecken. Sie spezialisieren sich auf Suppen, Wok-Imbisse, Kartoffel-Küchen, Couscous-Gerichte, Säfte oder Salate. Einige größere Schnellrestaurants haben den Bedarf erkannt und bieten ebenfalls Gesundes an. Auf der Menükarte finden sich mittlerweile neben Burgern und Pommes Frites Salate, Joghurt und Vollkornprodukte.

Schlechter als ihr Ruf

Die Abteilung Konsumentenpolitik der Arbeiterkammer hat im August 2006 zahlreiche "schnelle Snacks" auf ihren Fettgehalt untersucht und dabei Überraschungen aufgedeckt: Nicht alles ist gesund, was als gesund gilt. Spinatstrudel aus Bäckereien sind nicht so gut wie ihr Ruf. Auffallend ist der hohe Anteil an trans-Fettsäuren, die mit frühzeitigen koronaren Herzkrankheit in Verbindung gebracht werden.

Vorsicht ist bei "Gesundheits- oder Bioweckerl" aus Bäckereien geboten. Einige Produkte beinhalten fette Aufstriche, dicken Belag oder zu viel Mayonnaise. Dadurch unterscheiden sie sich in ihrem Kalorien- und Fettgehalt kaum von Leberkäsesemmel oder Kebab. Hier hilft nur eine sorgfältige Auswahl, um den Kalorien- und Fettfallen zu entkommen. Viele Bäcker und Fast Food Ketten bieten ihren Kunden auf Nachfrage Nährwert-Informationen.

Alarmstufe Rot bei Zucker

Schon das Wort "Müsli" in Müsliriegel suggeriert, dass damit dem Körper etwas Gesundes zugeführt wird. Falsch – wie der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in seiner November-Ausgabe geprüft hat, enthalten viele Riegel Fett und Zucker in hohen Dosen.

Kleine Sünden machen glücklich

Der Körper benötigt Fett, denn er kann bestimmte Fettsäuren nicht selbst herstellen und einige Vitamine können ohne Fett gar nicht aufgenommen werden. Wichtig ist, sparsam damit umzugehen. Aber wer sich überhaupt keine kleinen Sünden mehr gönnt, konzentriert sich nur noch auf das Verbotene. (Julia Schilly/ derStandard.at, 13. November 2007)