Ökologische Fußabdrücke zeigen, wieviele Ressourcen der Einzelne für Wohnen, Essen und Fortbewegung verbraucht.

Der Selbsttest macht Lust, die Heizung zurückzudrehen und auf die mittägliche Wurstsemmel zu verzichten. Das Lebensministerium hat unter www.meinfussabdruck.at einen Online-Rechner entwickelt, mit dem man die Größe seines ökologischen Fußabdrucks errechnen kann. Das bedeutet: Wieviel Fläche brauche ich, um meinen persönlichen Ressourcenbedarf zu decken? Im derStandard.at-Test zeigt sich: Selbst wenn man denkt, nachhaltig und umweltbewusst zu leben - Einen Minuspunkt tritt man sich doch immer ein. Sie kaufen Essen, das mit dem Flugzeug transportiert wurde? Ihr Haus ist nicht wärmegedämmt? Sie benutzen keine Solarenergie? Sie essen öfter als einmal in der Woche Fleisch? Fünf, setzen - Ressourcenverschwender!

Der Test fragt vier Bereiche ab: Wohnen, Ernährung, Mobilität und Konsum. Je nach Antwortverhalten ergibt sich eine "global Hektar"-Größe (gha), die den eigenen ökologischen Fußabdruck beschreibt. Alle natürlichen Ressourcen, die im täglichen Leben benötigt werden, sind berücksichtigt. Für moderne Energien, bewusstes Konsumverhalten und sparsame Nutzung von Auto und Flugzeut gibt es beispielsweise Pluspunkte.

"Fast drei Planeten"

Das nicht für die ganze Redaktion repräsentative derStandard.at-Ergebnis: 2,5 Planeten von der Qualität der Erde wären nötig, um "allen Erdenbürgern den gleichen Zugriff auf Ressourcen und Energie zu ermöglichen", den man selbst hat. Immer noch ein bisschen besser als der Durchschnitt: Laut Lebensministerium beansprucht jeder Österreicher 4,9 Hektar auf der Erde, um die persönlichen Ansprüche zu befriedigen. "Wenn alle 6,7 Milliarden Menschen so leben würden wie wir, bräuchten wir fast drei Planeten", so Pröll in einer Aussendung.

Minister Pröll hat den Test übrigens selber aus Zeitnot noch nicht absolviert, heißt es aus dem Ministerbüro. Er werde das aber "garantiert noch tun". (az, der Standard.at, 13.11.2007)