Moskau - Im nicht offiziell erklärten, real aber stattfindenden asiatischen Wettrennen zum Mond haben Japan und China die Nase vorn. Indien will aber nachziehen und hat sich dafür die Unterstützung einer erfahrenen Weltraummacht gesichert: Indien vereinbarte am Montag mit Russland ein weitreichendes Abkommen über gemeinsame Mondmissionen bis zum Jahr 2017, wie die Agentur Interfax meldete. Geplant seien der Bau einer Raumfahrtsonde und eines Forschungslabors, gaben Roskosmos-Chef Anatoli Perminow und sein indischer Kollege Madhavan Nair am Montag in Moskau bekannt. Russland übernimmt der Vereinbarung zufolge den Bau des Landemoduls, des Mondfahrzeugs und des wissenschaftlichen Komplexes. Indien steuere die Rakete und die Raumfahrtkapsel bei, hieß es am Rande eines Besuchs des indischen Premierministers Manmohan Singh in Russland. Russland will überdies in etwa 20 Jahren auf dem Mond eine ständig bewohnbare Raumstation errichten, hatte Perminow unlängst angekündigt.(APA/dpa/red)