Paris - Die renommierten französischen Literaturpreise "Prix Femina" und "Prix Médicis" gehen dieses Jahr an zwei Journalisten. Jean Hatzfeld erhielt am Montag im ersten Wahlgang für "La stratégie des antilopes" den begehrten "Médicis" Preis. Hatzfeld, der rund 30 Jahre Reporter bei der französischen Tageszeitung "Libération" war, schreibt in seinem Buch über die Bewältigungsstrategien der Überlebenden des Ruanda-Massakers. Ein Thema, das bereits in seinem 2004 auch auf Deutsch erschienenen Werk "Nur das nackte Leben. Berichte aus den Sümpfen Ruandas" im Mittelpunkt stand.

Eric Fottorino, Chefredakteur der französischen Tageszeitung "Le Monde" erhielt für "Baisers de cinéma" (etwa: Kino-Küsse) den "Prix Femina". Der Roman handelt von der Welt des Kinos, in der sein Vater als Techniker tätig war. Das Werk ist der dritte Roman des Autors.

Der "Femina" für ausländische Literatur ging im ersten Wahlgang an den britischen Schriftsteller Edward Saint Aubyn für "Mother's Milk". Der Roman ist Teil einer mehrteiligen Familiensaga und wurde 2006 mit dem renommierten Booker Prize nominiert. Erst vor wenigen Monaten machte der 1960 geborene Autor in Deutschland mit "Schöne Verhältnisse" von sich reden. (APA/dpa)