Frankfurt - Der niedrige Dollarkurs zwingt den Salz- und Düngemittelhersteller K+S zu einer weiteren Senkung seiner Ergebnisziele. K+S seine Absicherung gegen Währungsschwankungen nochmals anpassen müssen, teilte das deutsche Unternehmen am Dienstag in Kassel mit. Zu bereits angekündigten Belastungen von rund 30 Mio. Euro für das operative Ergebnis fielen im vierten Quartal noch mal weitere 20 Mio. Euro an. K+S erwartet nun für 2007 einen operativen Gewinn von 300 bis 310 Mio. Euro.

Anfang Oktober hatte das Management bereits erklärt, wegen des hohen Euro nur noch mit einem operativen Ergebnis am unteren Rand der Gewinnprognose von 310 bis 325 (Vorjahr: 278) Mio. Euro zu rechnen. Bei K+S fallen rund ein Drittel der Gesamterlöse in Dollar an. K+S geht für das laufende Jahr nun von einem Umsatz von 3,1 bis 3,2 Mrd. Euro aus, nachdem bisher 3,1 bis 3,3 (Vorjahr: 2,96) Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden waren. An der Börse kam die zurückgestufte Jahresprognose nicht gut an. Im frühen Handel verlor die K+S-Aktie gut zwei Prozent auf 129,10 Euro.

Im dritten Quartal konnte K+S dank eines florierenden Geschäfts mit Kalidüngemitteln die Erwartungen von Analysten deutlich übertreffen. Der operative Gewinn (Ebit 1) erhöhte sich um knapp 54 Prozent auf 79,4 Mio. Euro. Analysten hatten im Schnitt nur mit 66,6 Mio. Euro gerechnet. Um Marktwertveränderungen bei Kurssicherungsgeschäften bereinigt, wäre der Überschuss um 51 Prozent auf 47,6 Mio. Euro gestiegen - ohne diese Bereinigungen blieb jedoch ein Verlust von gut 108 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte um neun Prozent auf 727,1 Mio. und lag damit über den Analystenprognosen. (APA/Reuters)