Straßburg - Die Sicherheit von Flugzeugen soll in Zukunft in der EU einheitlich bescheinigt werden. Eine entsprechende Oberaufsicht über die nationalen Behörden soll die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) bekommen, sagte der Verkehrspolitiker und SPÖ-Europaabgeordnete Jörg Leichtfried am Dienstag in Straßburg. Darauf hätten sich EU-Parlament, Kommission und die portugiesische Ratspräsidentschaft in Verhandlungen geeinigt.

Zertifizierung

Durch die einheitliche Beurteilung von Flugzeugen aus Drittstaaten soll vor allem eine Art "Shopping" verhindert werden, wonach die Airlines jene EU-Länder zur Begutachtung auswählten, in denen die Sicherheitsvorkehrungen lockerer gehandhabt würden, sagte Leichtfried. Die einheitliche Zertifizierung soll auch für das Kabinenpersonal - Piloten und Flugbegleiter - gelten, was bisher von Großbritannien als unerwünschter Eingriff in den Arbeitsmarkt abgelehnt wurde. "Das ist ein wesentlicher Schritt für höhere Qualität", zeigte sich Leichtfried überzeugt.

Die erweiterte Kompetenzen für die Agentur müssen von den EU-Regierungen und vom Plenum des Europaparlaments erst angenommen werden. Dies ist durch die am Dienstag erzielte Einigung unter den EU-Institutionen nunmehr aber wahrscheinlich. (APA)