Bild nicht mehr verfügbar.

Die Wissenschafter Shaoan Cheng (links) und Bruce E. Logan von der Pennsylvania State University demonstrieren ihren Wasserstoff-Reaktor.

Foto: REUTERS/Greg Grieco/Penn State University
Chicago - Eine neue Technik, die US-amerikanische Wissenschafter entdeckt haben wollen, bringt womöglich die Entwicklung und den breiten Einsatz des Wasserstoffautos ein gutes Stück näher. Die Forscher fanden eine billige und sehr effiziente Methode der Herstellung, am Ende des Prozesses kommt laut Angaben der Wissenschafter um 288 Prozent mehr Energie in Form von Wasserstoff heraus, als in die Produktion in Form von Strom investiert wurde.

Die Methode der Wissenschaftler der Pennsylvania State Universität setzt Elektronen erzeugenden Bakterien und eine kleine Stromladung in einer Brennstoffzelle ein. Notwendig ist dabei organisches Material, das von den Bakterien verbraucht wird.

Maximale Menge

Durch den Prozess entstehe fast die maximale Menge an Wasserstoff, die theoretisch überhaupt möglich ist. Ähnliche Vorgehensweisen hatten bisher dagegen nur geringe Mengen Wasserstoff erzeugt.

Die Forscher umgingen dieses Problem, indem sie die Elemente des Reaktors mit Hilfe einer Säure chemisch veränderten. Der neue Prozess erzeuge 288 Prozent mehr Energie in Form von Wasserstoff, als dem Prozess selbst mit dem Strom zugeführt werden müsse, erklärte der Umweltforscher Bruce Logan von der Universität.

Wirtschaftlich rentabel

Damit sei die Technik wirtschaftlich einsetzbar und effizienter als andere Biokraftstoffe. Bisher habe sich die Forschung auf Ethanol als Treibstoff konzentriert; für eine wirtschaftliche Nutzung seien dort aber noch zehn Jahre nötig. Die Studie erscheint im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences". (APA/red)