Wien - Die Aktienanalysten heimischer Banken rechnen im Vorfeld der am Donnerstag anstehenden Veröffentlichung der Drittquartalszahlen des Flughafen Wien mit einem deutlichen Plus bei Umsatz und Betriebsgewinn (EBIT), das Nettoergebnis dürfte hingegen nur geringfügig höher als letztes Jahr sein.

Im Schnitt prognostizieren die Experten der UniCredit, der Erste Bank und der Raiffeisen Centrobank (RCB) ein Umsatzplus von 10,5 Prozent, von 121,70 Mio. Euro im Vorjahresvergleichszeitraum auf 134,4 Mio. Euro. Das EBIT wird im Mittel bei 39,20 Mio. Euro gesehen (3. Quartal 2006: 34,40 Mio. Euro), das entspricht einem Zuwachs von 14,1 Prozent. Beim Nettoergebnis hingegen rechnen die Analysten mit einer kaum veränderten Zahl von 28,7 Mio. Euro, was einem leichten Anstieg von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 27,30 Mio. entspricht.

Aufgrund des starken Passagierwachstums sollten den Experten zufolge die Umsatz- und EBIT-Zahlen stärker anwachsen. Das Nettoergebnis dagegen dürfte aber von der starken Expansion z.B. dem neuen Terminal, beeinträchtigt sein, so ein Experte der RCB. Für die Erste Bank lastet vor allem das negative Finanzergebnis auf dem kaum höhern Nettoergebnis.

Mögliche Kooperation mit Bratislava

Bezüglich einer möglichen Kooperation mit dem Flughafen Bratislava erwarten vorerst weder die UniCredit noch die RCB Neuigkeiten. Es sei schwer abzuschätzen ob jetzt etwas neues präsentiert wird, so die UniCredit-Expertin, sie erwartet Ankündigungen zu Bratislava aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Auch der RCB-Analyst hält Neuigkeiten zu Bratislava zwar grundsätzlich für möglich, aber nicht für sehr wahrscheinlich.

Die UniCredit sieht das Kursziel für die Aktien des Flughafen Wien bei 89 Euro, das Anlagevotum bei "Buy". Die RCB bewertet ihn mit der Kaufempfehlung "Buy" und einem Kursziel von 85,50 Euro. Die Erste Bank hat das Anlagevotum bei "Accumulate" und das Kursziel bei 82 Euro festgesetzt. (APA)