Physikerin Ute Amerstorfer.

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Genetikerin Nana Naetar.

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Biologin Corinna Wallinger.

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Mathematikerin Rada Weishäupl.

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Eine Physikerin, eine Genetikerin, eine Biologin und eine Mathematikerin erhalten das heuer erstmals vergebene L'Oréal-Stipendium "For Women in Science". Ute Amerstorfer (26) erforscht die sogenannte Kelvin-Helmholtz-Instabilität, das Anwachsen von Störungen in der Scherschicht zweier Fluide (Gase, Flüssigkeiten), und entwickelt theoretische Modelle dazu. Sie arbeitet am Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Graz und untersucht diese Instabilität in der Umgebung des Planeten Venus.

Nana Naetar (28) von der Medizinischen Universität Wien analysiert Lamine und stellt die Frage, ob sie einfache Stützproteine oder doch wichtige Regulatoren des Zellwachstums sind.

Corinna Wallinger (35) vom Institut für Ökologie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck erforscht Nahrungsbeziehungen von Pflanzen und Boden-lebenden Insekten.

Die in Rumänien geborene Mathematikerin Rada-Maria Weishäupl (29) von der Uni Wien arbeitet an der Simulation, Mellierung und Analyse von Bose-Einstein-Kondensaten. Ein Bose-Einstein-Kondensat ist ein Agregatzustand, in dem die Atome bei sehr tiefen Temperaturen in das allerniedrigste Energieniveau stürzen und überlappen, sich also "kollektiv" verhalten. Die Stipendien werden von L'Oréal Österreich in Kooperation mit der Unesco und der Akademie der Wissenschaften vergeben. Jedes Stipendium ist mit 15.000 Euro dotiert und hat eine Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten. Das Wissenschaftsministerium hat die Zahl der Stipendien verdoppelt. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 14.11.2007)