Exil- und Beuteburgenländer: Leo Szemeliker (Mitte) und die Kapelle Olestra im legendären Café Carina

Foto: K. Tschürtz
Der Burgenländer an sich, meint Leo Szemeliker, hat ein geselliges, dem Lied zugetanes Wesen. Erst recht, wenn er in der Fremde - also nicht im Burgenland - lebt. Szemeliker zum Beispiel ist zuerst glühender Wulkaprodersdorfer. Und dann Vizeressortleiter der Standard-Wirtschaft. Außerdem macht er Musik - gern laut und mit anderen Burgenländern. Und also lud Szemeliker am Wochenende zum "durch und durch folkloristischen bunten Abend" in das in Wien einschlägig legendäre Café Carina.

Die Kapelle nennt sich "Olestra" und besteht hauptsächlich aus Burgenländern - aber das "Folkloristische" kam von anderswo: aus Seattle. Man spielte also in übervollem Haus Pearl Jam, Alice in Chains, Mother Love Bone. Doch die Beteiligten schworen, "dass die Originalversionen aller Songs in Wirklichkeit aus dem Burgenland stammen". Exil-, Beute- und Nichtburgenländern im Publikum war wichtiger, dass Sound und Getränkeversorgung passten.

Und sonst

+++ Christbaumschmuck Zugunsten der "CliniClowns" schmückten u. a. Heinz Holecek, Otto Schenk und Heinz Prüller in der SCS Christbäume. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe, 14.11.2007)