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APA/DPA:Kay Nietfeld
Dass mobile Multitalente wie Blackberry oder iPhone trotz ihres recht jungen Daseins bereits Kultstatus in der jeweiligen Benutzergemeinde genießen, liegt nur zu einem Teil an den technischen Funktionen. Bei den Usern sind sie auch auf der emotionalen Ebene erfolgreich, weil Erlebnisdimensionen wie Spiel oder Expertise angesprochen werden. Von einer "inszenierten Lebenshilfe", spricht Mediendramaturg Christian Mikunda im Vorfeld eines Vortrags über die "Blackberry-Welt", der heute, Mittwochabend, in Wien stattfindet.

Optimierung

"Wir leben in einer Epoche der Ablaufoptimierung", so Mikunda im Gespräch mit der APA. Gefragt sind Werkzeuge, die das Leben erleichtern. Viele der technischen Devices, die zur Ablaufoptimierung konzipiert sind, fungieren dabei gleichzeitig auch als "Spielzeuge für Erwachsene". "Convenience Entertainment" heißt das entsprechende Schlagwort.

Faszination

Der moderne Mensch lässt sich gerne faszinieren von Tools und Funktionen. Der Grund für diese Anziehungskraft liegt laut Mikunda in der "Allgegenwart der Medien". Mit dem ständigen Bewegen in der Medienwelt eignen wir uns jede Menge entsprechende Fähigkeiten (Media Literacy) an. "Unsere Mediengeschicklichkeit ist heute schon nahe dran, einen Airbus zu lenken", meint Mikunda. Wer die Funktionen seiner technischen Tools einmal beherrscht, fühle sich als Experte, Könner oder Profi bestätigt. (APA)