Entspannung im Schneechaos am Freitag Nachmittag: Die Wiener Außenringautobahn (A21) ist in beide Fahrtrichtungen wieder frei. Die Westautobahn (A1) war bereits ab 12.45 Uhr wieder komplett befahrbar. Der ÖAMTC warnte aber vor Eisflächen vor allem bei Alland und appellierte an Lenker, entsprechende Vorsicht walten zu lassen.

Hängengebliebene Lkw und Pkw auf der A21 machten den Einsatzkräften seit Donnerstagabend zu schaffen. Eine vorübergehende Totalsperre zwischen Knoten Vösendorf und Steinhäusl war die Folge. Diese wurde um 18.29 Uhr veranlasst, eine halbe Stunde davor waren die ersten Meldungen über stockende Fahrzeuge eingelangt, berichtete Ferdinand Zuser, Leiter der Verkehrsabteilung des Landespolizeikommandos NÖ. Die Kolonnen standen vorübergehend auf einer Länge von 21 Kilometern. Etwa 4.000 bis 5.000 Fahrzeuge waren insgesamt von der Sperre betroffen.

Die Schneemassen sorgten für ein ähnliches Bild und Zustände auf der A1: In Fahrtrichtung Wien wurden Straßenverkehrsteilnehmer in der Folge bei St. Pölten auf die S33 umgeleitet. Über Krems und die Stockerauer Schnellstraße (S5) konnten Lenker dann nach Wien gelangen. Auf dieser Route kam es jedoch auch zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen, berichteten ARBÖ und ÖAMTC.

Fahrzeuglenker saßen mehr als zwölf Stunden fest

Lenker und Insassen, speziell auf der A21, mussten teilweise stundenlang in ihren Fahrzeugen ausharren. Kräfte des Roten Kreuzes rückten zum Versorgungseinsatz aus. Zwei eigene Zentren, wo Betroffene betreut wurden, seien in der Folge bei der Autobahnmeisterei Alland sowie in einer Volksschule der Gemeinde errichtet worden, so die Angaben von Ralph Schüller, Sprecher des NÖ Roten Kreuzes. Claus Mayer, Badener Bezirkskommandant des Roten Kreuzes, berichtete der APA von einer "fast familiären Stimmung" bei der Station der Autobahnmeisterei. Wartende wurden dort, wie auch auf der A21 selbst, mit Decken, Nahrung und Getränken ausgestattet.

Die Verkehrsbeeinträchtigungen in Wien hielten sich am Freitag in Grenzen. Die Lenker seien gut auf den Wintereinbruch vorbereitet gewesen, so der ARBÖ. Es sei zwar stellenweise zu kleineren Verzögerungen gekommen, diese seien aber nicht so schlimm wie befürchtet ausgefallen. (APA)