Dhaka - Ein herannahender Wirbelsturm hat in Bangladesch und Indien am Donnerstag hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben. Der tropische Zyklon Sidr sollte nach Angaben von Meteorologen im Laufe des Tages mit heftigen Niederschlägen auf die Küstengebiete im Golf von Bengalen treffen, dabei wurden Windstärken von bis zu 220 Stundenkilometern erwartet.

Mit Megafonen ausgerüstete Freiwillige hätten die Menschen in den Dörfern aufgerufen, sich in Notunterkünfte zu begeben. Allein in dem Ort Khulna wurden 250.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Besonders gefährdet sind den Angaben zufolge die größtenteils arme Bevölkerung der Inseln im Distrikt Barisal. Die dortigen Hütten aus Blech, Bambus und Stroh würden dem Sturm nicht standhalten. Die Behörden legten Vorräte mit getrockneter Nahrung an, Armee und Marine wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Flughäfen geschlossen

Der Flughafen und der Hafen von Chittagong wurden vorsorglich geschlossen, Fischerboote durften nicht ausfahren. B

Auch im benachbarten indischen Staat West-Bengalen wurden Dörfer evakuiert. (APA)