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Doppelbelastung für Helmut Kraft.

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Innsbruck - Sportdirektor Helmut Kraft bleibt beim Schlusslicht der T-Mobile Fußball-Bundesliga FC Wacker Innsbruck bis Ende des Jahres auch Interimscoach. "Solange die Budgetzahlen eine Verpflichtung eines Trainers des Formates von Frenkie Schinkels nicht zulassen, wird es einen solchen auch nicht geben", erklärte der neue Obmann-Stellvertreter und Vorstandssprecher Wolfgang Mader am Donnerstag via Aussendung.

Der am Mittwoch neu konstituierte Vorstand bestätigte damit die Entscheidung des Beirates, vorerst keine Trainerverpflichtung vorzunehmen. "Es wird schwierig, da beide Tätigkeiten viel Zeit in Anspruch nehmen", wies Kraft hin. Um die Doppelfunktion erfüllen zu können, müsse sich der Tiroler nun nach dem Training am Abend die nötige Zeit nehmen.

Dass Kraft bei den Innsbruckern aus finanziellen Gründen auch im Frühjahr als Sportdirektor und Coach in Personalunion agieren muss, ist derzeit nicht ausgeschlossen. "Wir schauen einmal, wie die nächsten vier Runden sportlich verlaufen und wie gut die Zusammenarbeit mit der Mannschaft funktioniert", erklärte Kraft. Sollte es das Budget zulassen, ist für den 49-Jährigen jedenfalls Schinkels nach wie vor "Wunschkandidat Nummer eins" für die Trainer-Nachfolge.

Ziel der Innsbrucker (12 Punkte) sei es, in den ausstehenden vier Partien (LASK-h/Kärnten-a/Rapid-h/Ried-a) bis zur Winterpause den Abstand auf die direkten Abstiegskonkurrenten Austria Kärnten (16) und Altach (21) zu verringern. "Wir haben jetzt ein Heimspiel und Kärnten muss nach Salzburg. Dann haben wir in Kärnten das direkte Duell. Die Chancen sind da, den Abstand zu verkleinern", gab sich Kraft optimistisch.

Im Rahmen der Vorstandssitzung wurden auch Personalrochaden vorgenommen, Gerhard Stocker als Obmann bestätigt und Mader, der in dieser Funktion auch für die Bereiche Marketing, PR, Kommunikation und Medien innerhalb des Vorstands zuständig ist, zum neuen Stellvertreter bestellt. Das Duo ist auch das Bindeglied zwischen dem Wacker-Vorstand und -Beirat.

Neuer Finanzreferent ist Johannes Marsoner, Christian Kurz (Rechtsreferent) und Helmut Mutschlechner (Schriftführer) füllen weiterhin ihre bisherigen Funktionen aus. Alle Personalentscheidungen wurden einstimmig gefällt. "Um nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch in allen anderen Gebieten den erfolgreichen Weg der vergangenen Wochen fortzusetzen, ist eine reibungslose Abstimmung und damit Zusammenarbeit zwischen dem Beirat und dem Vorstand sowie eine abgestimmte Kommunikation unerlässlich. Die neuen Funktions- und Aufgabenverteilungen sind der erste Schritt dazu", sagte Mader.(APA)