Im Kriegsgeschehen

gegen das Hitlerreich traten die USA erstmals kämpfend gegen das Afrikakorps von Feldmarschall Erwin Rommel an. Einen Gutteil ihrer Truppen landeten sie dabei im Rahmen der Operation Torch (Fackel) in Marokko an, die Invasion startete am 8. November 1942.

grafik: www.internet-esq.com

Da der

STANDARD erstens geschichtsbewusst und zweitens allen Totalitarismen, aller Menschen- und Freiheitsverachtung ebenso wehrt wie die Amis, testeten wir einen Enkel von deren General-Purpose-Vehikel (Kürzel G.P., daraus phonetisch Jeep): auf den Tag genau 65 Jahre nach Beginn der Invasion und deshalb natürlich ebenfalls in Marokko.

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Die Rede

ist vom neuen Jeep Cherokee, der in der Geröll- und Sandwüste tief im Süden, nahe der Grenze zu Algerien, zeigen konnte, was er so draufhat. Allerhand, das sollte man gleich festhalten.

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Denn wo

zuletzt Jeeps Image des knallharten Geländetiers mit der Lancierung eines weichgespülten Compass etwas gelitten haben mag, repräsentiert der neue Cherokee wieder eindeutig die Kernkompetenz der US-Geländewagen-Kultmarke.

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Technisch

dafür hauptverantwortlich ist das neue serienmäßige Allradsystem Selec-Trac II. Sorgt, kurz gesagt, dafür dass dich der Cherokee selbst dann noch aus dem Schlamassel zieht, wenn nur noch ein Rad Grip hat. Die GIs hätten 1942 eine Freude damit gehabt, wir hatten sie jetzt.

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Zwar ist man

im Normalfall im 2WD-Modus unterwegs. Bei Abfahrt Geröllsahara (und entsprechenden Pendants in unseren Breiten, also etwa - Stichwort Alpenkönig - Schotterstraße zum Tiroler Hüttenwirt) schalten wir um auf 4WD Auto Modus, und im tiefen Sand (schweres Gelände) auf 4WD Low, Geländeuntersetzung.

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Das hindert zwar

manche Kollegen nicht, bei ersten Trainingsrunden in den pittoresken Dünen stecken zu bleiben, wahre Könner wie jene vom Standard fahren damit aber durch dick und dünn. Bei extremem Gefälle hilft ein neuartiges Hill-Descent-Control-System, ganz einfach per Knopfdruck zu bedienen.

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Der Cherokee

beschließt die eindrucksvolle Modelloffensive der Marke mit einem ebenso eindrucksvollen Auftritt. Das etwas größer gewordene Auto (damit der Abstand zum Jeep Patriot logisch wird) offeriert auch ein paar nette neue Ideen wie etwa das großflächige Sky-Slider-Stoff-Faltdach, das aus diesem Geländewagen fast ein Cabrio macht. Gelände? Dem Trend folgend, legte der Cherokee auch onroad deutlich zu, er fährt sich recht komfortabel, fast wie ein Pkw.

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Motorisch

setzt man bei uns vor allem auf den überarbeiteten 2,8-Liter-Diesel mit 177 PS, mit dem sowohl 6-Gang-Schaltung als auch 5-Gang-Automatik gut harmonieren.

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Das kann man nicht

im selben Maße für die andere hier vorzustellende Novität behaupten: Im Grand Voyager kommt zwar dieselbe 2,8-l-Maschine zum Einsatz, jedoch mit schwächeren 163 PS, mit denen die serienmäßige 6-Gang-Automatik, eine Chrysler-Eigenentwicklung, nicht so souverän zurechtkommt.

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Gut,

der Grand Voyager ist mit 2100 kg nochmal schwerer als der Cherokee, der mit seinen 1980 kg ohnehin schon nicht gerade ein Leichtgewicht ist.

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Ansonsten

lässt sich von der Neuauflage des US-Minivan-Urmeters nur Gutes berichten: Das sensationell einfache, praktische und serienmäßige Sitzumlege-im-Boden-verstau-System "Stow 'n Go" wurde weiter perfektioniert, elektrisch versenken per Knopfdruck ist auch möglich.

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Das

aufpreispflichtige alternative Sitzsystem hört auf den betörenden Namen Swivel 'n Go. Es glänzt vor allem damit, dass die Sitze in der zweiten Reihe um 180 Grad drehbar sind.

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Baut man

zwischen Reihe zwei und drei den (herausnehmbaren) Tisch ein, verwandelt sich der Raum in ein Zockerparadies - oder eine Jausenstation. Weitere Verwendungszwecke möglich.

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Geben

wird's den Voyager übrigens nur mehr als Grand. Die Kurzversion wurde gestrichen, dafür kommt ab Sommer 2008 ein moderner Crossover-Ersatz: Dodge Journey. Und, was patriotische Käufer treffen wird: Der Grand Voyager kommt nicht mehr aus Graz.

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Sondern

aus den USA. Home of the brave. Sieben davon – Stichwort Menschenfreund – bietet dieser grundsolide Minivan eine Heimat. (Andreas Stockinger, AUTOMOBIl, 17.11.2007)

Link
Chrysler
Jeep

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