Das gestern neu präsentierte Angebotspaket der Telekom Austria, bestehend aus Internet, Festnetz und Mobilfunk, wird von der Telekom-Regulierungsbehörde RTR geprüft. Ein Ergebnis soll nach Angaben von RTR-Chef Georg Serentschy in den nächsten Tagen vorliegen. Bereits am Montag wird sich die Telekom-Control-Kommission (TKK) mit der Causa beschäftigten.

Schon gestern hatte der Verband der Alternativen Telekomnetzbetreiber (VAT) ein Einschreiten des Regulators gefordert. Denn das Angebot von Marktführer und Ex-Monopolisten Telekom liege deutlich unter den Vorleistungskosten der Alternativen. Serentschy hielt heute grundsätzlich fest, dass "die Telekom auf der Vorleistungsebene Bedingungen schaffen muss, mit denen das Angebot auch von den Mitbewerbern abgebildet werden kann".

Nicht verlängert

Weiterhin sehr zugeknöpft gibt sich Serentschy zu seiner künftigen beruflichen Tätigkeit. Vor fast einem Monat hatte Verkehrsminister Werner Faymann zur allgemeinen Überraschung die Amtszeit von Serentschy im letzten Moment nicht verlängert, sondern neu ausgeschrieben. Die Ausschreibung läuft noch bis 20. November. Ob er sich überhaupt beworben hatte, wollte Serentschy heute vor Journalisten nicht verraten.

Mitbewerber für den Job sollen ISPA-Generalsekretär Kurt Einzinger sowie Peter Lehhofer, Jurist im Verwaltungsgerichtshof, T-Mobile-Rechtsexperte Klaus Steinmaurer und Ex-One-Rechtsexperte Michael Sprinzl sein. Serentschy wurde vor fünf Jahren von der damaligen ÖVP/FPÖ-Regierung zum Telekom-Regulator bestellt.(APA)