Obwohl auch Wien ab Donnerstagabend unter einer Schneedecke versank, zeigten sich die Hauptstädter routiniert. Weder die öffentlichen Verkehrsbetriebe, noch die Einsatzorganisationen meldeten Probleme. Und der Winterdienst war von der eigenen Leistung beeindruckt: "So gut ist es schon lange nicht gelaufen - gerade für einen ersten Einsatz", freute sich MA-48-Chef Josef Thon im APA-Gespräch.

Weder sei die Mannschaft grippebedingt dezimiert gewesen, noch hätten die Salzsilos Probleme bereitet. Auch sei der Zeitpunkt des Schneefalls geradezu ideal gewesen. Wenn die weiße Pracht am Abend einsetzt, habe man die ganze Nacht mit geringem Verkehrsaufkommen, um für die Beseitigung zu sorgen. "Da können wir in Ruhe arbeiten", so Thon. Am Freitagvormittag hatte sich die weiße Pracht auf den Fahrbahnen und Gehsteigen bereits weitgehend in Matsch verwandelt.

Wiener Linien: "Übliche Kleinigkeiten"

Die Wiener Linien vermeldeten lediglich die "üblichen Kleinigkeiten" bei starkem Schneefall, aber keinerlei größere Vorkommnisse. Der gesamte Straßenverkehr fließe etwas langsamer, was bisweilen auch auf einzelne Straßenbahnlinien zurückschlage. Einige Busse mit sehr steilen Fahrrouten wie der 35A, 38A oder 48A hätten kurzzeitig einige besonders schwierige Stellen auslassen müssen. "Aber wir waren nichtsdestotrotz im ganzen Netz brav unterwegs", freute sich ein Sprecher gegenüber der APA.

Einsatztechnisch gänzlich vom Schnee unbeeinflusst blieb bis zum Vormittag die Wiener Feuerwehr, und auch die Rettung verzeichnete kein erhöhtes Aufkommen an Knochenbrüchen: "Niedergeschlagen hat es sich nicht", unterstrich Rettungs-Vize Bernhard Segall. (APA)