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Crouch trifft Macho voll, Österreichs Keeper geht bewusstlos zu Boden.

Foto: REUTERS/Leonhard Foeger
Lindabrunn - Das schnelle Eingreifen von Teamarzt Ernst Schopp hat am Freitag im Testspiel der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen England Schlimmes verhindert. Laut Schopp war Tormann Jürgen Macho nach dem Zusammenstoß mit Peter Crouch rund zwei bis drei Minuten bewusstlos. Da der er die Zunge verschluckt hatte, war fast während dieser gesamten Zeitspanne die Sauerstoffzufuhr unterbrochen, ehe der Mediziner die Atemwege wieder freimachte.

"Ich war sicher, dass er bewusstlos ist, und bin deswegen noch schneller als normal auf den Platz gerannt", schilderte Schopp die Ereignisse. Da die Luftzufuhr unterbrochen war, begann Macho zu krampfen, wodurch sich wiederum die Kiefermuskulatur zu verschließen begann: "Wenn in so einer Situation keiner da ist, der weiß, wie das geht, stirbt man." Schopp ließ Macho erst dann auf die Tragbahre legen, als dieser wieder zu sich gekommen war. "Er wollte unbedingt weiterspielen, weil er gar nicht gewusst hat, was passiert ist." An seine Kollision mit Crouch kann sich Macho nicht erinnern

Er wurde noch am Samstag aus dem Lorenz-Böhler-Krankenhaus entlassen und kehrte ins ÖFB-Teamcamp nach Lindabrunn zurück, wo er von Schopp einer genauen Untersuchung unterzogen wird. Zwar geht es dem Griechenland-Legionär mittlerweile wieder verhältnismäßig gut, aufgrund seiner Gehirnerschütterung muss er aber eine zumindest einwöchige Pause einlegen. "Er hat zwar keine unmittelbaren Schmerzen, bekommt aber monatelang starke Kopfschmerzen, wenn er zu früh mit der Belastung beginnt", erklärte Schopp.

Machos Ersatzmann Alexander Manninger erlitt schon wenige Minuten nach seiner Einwechslung in einem Zweikampf mit Joe Cole einen Bluterguss an der Hand. Sollte der Siena-Goalie wie von Schopp erwartet bis Mittwoch fit werden, wird er laut Teamchef Josef Hickersberger gegen Tunesien im Tor stehen. Ob der auf Abruf nominierte Rieder Schlussmann Hans-Peter Berger nachnominiert wird, stand noch nicht fest.

Nach der Manninger-Blessur hatte sogar der dritte Goalie Helge Payer mit dem Aufwärmen begonnen, obwohl er gar nicht auf dem Blankett stand. Englands Teamchef Steve McClaren und der Schiedsrichter Nicolai Vollquartz hätten einer Einwechslung des Rapid-Tormann aber zugestimmt. (APA)