Innsbruck - Kurz nach der ersten Öffnung der Liftanlagen im Tiroler Zillertal in dieser Saison ist am Samstag die Bergrettung zur Bergung des ersten Lawinenopfers ausgerückt. Der 30 Jahre alte Deutsche konnte rasch geborgen werden. Er wurde mit einem Beinbruch ins Krankenhaus Schwaz geflogen.

Drei Männer aus Deutschland waren laut Polizei zum Skifahren im Skigebiet Hochfügen. Sie wollten, mit LWS-Geräten, Schaufel, Sonde und Skihelm ausgestattet, außerhalb der gesicherten Pisten im freien Skiraum abfahren. Gegen 9.30 Uhr starteten sie unterhalb einer Bergstation ins Gelände. Während die beiden 30-Jährigen in der Mitte des Hanges warteten, fuhr der 24-Jährige allein bis zur vorletzten Liftstütze einer Sesselbahn ab und wartete dort.

Die beiden 30-Jährigen standen noch im Hang, als sich plötzlich mit einem lauten Knall ein Schneebrett löste. Der Hang ist im Anrissbereich 35 bis 40 Grad steil und mit Felsen durchsetzt. Einer der beiden konnte noch ohne Sturz seitlich aus der Lawine fahren und wurde nicht erfasst. Er rief sofort Hilfe. Der zweite Skifahrer wurde vom Schneebrett rund 200 Meter mitgerissen und verschüttet. In ersten Informationen war von einer Frau als Opfer die Rede gewesen.

Seine Freunde fuhren zum Auslauf der Lawine und sahen eine Hand aus den Schneemassen ragen. Sie konnten den Verschütteten innerhalb kürzester Zeit mit ihren Schaufeln ausgraben. (APA)