Das österreichische Online-Portal willhaben.at hat im Verlauf dieses Jahres ein Wachstum von rund 80 Prozent verzeichnet. Derzeit zählt die Anzeigen-Plattform monatlich 135.000 Inserate und 1,1 Mio. Besucher. Von der positiven Entwicklung gestärkt, plant willhaben.at den weiteren Ausbau seiner Angebote und macht damit dem eBay-Kleinanzeigendienst Kijiji auf regionaler Ebene Konkurrenz. Der Auktionsriese selbst ist für die Betreiber des österreichischen Portals, das sich auf den heimischen Markt konzentriert, jedoch kein Thema. "Ein Vergleich mit eBay ist nicht möglich, weil wir nicht als Auktionshaus arbeiten, sondern mit Festpreisangeboten. Außerdem verrechnen wir unseren Nutzern bei den Transaktionen keinerlei Gebühren", erklärt Gerd Ingo Janitschek, Geschäftsführer von willhaben.at, im Interview.

Online-Anzeigen

willhaben.at versteht sich als Komplettanbieter für Online-Anzeigen für alle wichtigen Bereiche des Lebens. "Wir setzen hier keine thematische Einschränkung fest. Angefangen von Hausrat über Immobilien bis hin zum richtigen Job finden sich Angebote auf unserem Portal", erläutert Janitschek. Der Marktplatz von willhaben.at steht privaten Nutzern kostenlos zur Verfügung, darüber hinaus gibt es die kostenpflichtigen Premium-Bereiche Immobilien, Autos und Jobs. Für die Betreiber sind vor allem die Kleinanzeigen ein spannendes Zukunftsthema. Immerhin konnte das Portal seine Userzahlen seit Januar nahezu verdoppeln und zählt inzwischen zu den Top 15 der größten österreichischen Internet-Dienste.

"Wir bieten einerseits viele Inserate von Businesskunden vor allem in den Premiumsegmenten Immobilien, Gebrauchtfahrzeuge und Jobs, haben andererseits auch zehntausende Angebote von Privatpersonen quer durch alle Bereiche des Marktplatzes"

Die Anzeigen-Plattform richte sich grundsätzlich an alle Nutzer aller Alters- und Einkommensstufen, eine Ausrichtung auf eine spezielle Zielgruppe gebe es nicht. "Wir bieten einerseits viele Inserate von Businesskunden vor allem in den Premiumsegmenten Immobilien, Gebrauchtfahrzeuge und Jobs, haben andererseits auch zehntausende Angebote von Privatpersonen quer durch alle Bereiche des Marktplatzes", sagt der Geschäftsführer gegenüber pressetext. Finanziert wird willhaben.at über drei verschiedene Kanäle: Eine Inseratgebühr in den Premiumsegmenten, Werbeanzeigen sowie additive Service-Leistungen.

Österreich im Fokus

Das Augenmerk der Portal-Betreiber liegt klar auf dem österreichischen Markt, dennoch soll es in Zukunft auch Angebote geben, die die Landesgrenzen überschreiten, wie beispielsweise Ferienimmobilien aus Südeuropa, verrät Janitschek. Ab Januar 2008 soll der Immobilienbereich auch mit neuen kostenpflichtigen Zusatzdiensten erweitert und verbessert werden. So werde es beispielsweise Fotos und 3-D-Ansichten geben. In der Rubrik Marktplatz liege willhaben.at in Österreich laut Janitschek schon jetzt an der Spitze und sei drei Mal so groß wie der nächstfolgende Anbieter in diesem Bereich. (pte)