Wien - Angesichts des 1:0-Erfolgs des englischen Nationalteams über Österreich am Freitag sah die englische Presse keinen Grund zum Jubeln.

Die Daily Mail sprach von einer "schwachen österreichischen Mannschaft", in der "Times" war von einem "traurig ineffektiven und hinter den Erwartungen zurückbleibenden" österreichischen Team die Rede. "Die Euro 2008-Mitveranstalter zeigten nur wenig. Der einsame Stürmer Sanel Kuljic, der in der zweiten Hälfte ausgetauscht wurde, wurde unzureichend bedient, obwohl er versuchte, lästig zu sein", schrieb die BBC.

Der "Daily Mirror" gestand der Hickersberger-Elf zumindest in der Schlussphase gewisse Bemühungen zu: "Da gab es für die Österreicher einen Hoffnungsschimmer, aber ihre mangelnde Qualität war offensichtlich." In der "Sun" beschrieb man die Partie als "Non-Event" und als "möglicherweise sinnlosestes englisches Länderspiel aller Zeiten".

Der "Independent" kritisierte im gleichen Atemzug David Beckham und Österreich: "Beckham verlegte sich wieder darauf, diese langen, angeschnittenen, diagonalen Bälle zu schießen. Sie verlangsamen das Spiel und sind so vorhersehbar, dass sie sogar von Österreich verteidigt werden konnten."

Differenzierter fiel das Urteil im "Daily Telegraph" aus: "Mit Ivanschitz als Spielgestalter, erinnerte Österreich kaum an eine Mannschaft, die in der Weltrangliste auf Platz 88 liegt." Auch der "Guardian" attestierte: "Der Sieg gegen die Elfenbeinküste vergangenen Monat könnte einiges gebracht haben. Und es gab Momente, in denen die Österreicher zumindest einen Hauch von Forschheit in ihren Angriffsbemühungen zeigten." (APA)