Berlin - Das Weltcup-Meeting der Schwimmer in Berlin hat eine Leistungsexplosion in der noch jungen Kurzbahn-Saison gebracht. Hatte es auf den bisherigen fünf Stationen der neu gestalteten und wegen Olympia in den Herbst vorverlegten Serie nur einen Weltrekord gegeben, waren es am Wochenende in der deutschen Hauptstadt gleich deren vier. Die Hälfte davon markierte der schwedische Kraul-Star Stefan Nystrand.

Am Samstag war der Skandinavier über 100 m Kraul in 45,83 Sekunden als erster Mensch über diese Distanz unter 46 Sekunden geblieben, am Tag darauf legte er in 20,93 Sekunden einen Weltrekord im Kraul-Sprint nach. Damit verbesserte er die am 12. August 2006 bei den Hamburger Aquatics fixierte bisherige Bestleistung des Südafrikaners Ronald Schoeman um 5/100.

Überraschend schnappte sich der Brasilianer Thiago Pereira den Weltrekord über 200 m Lagen, indem er die am 7. April 2006 im WM-Finale von Shanghai aufgestellte Marke des US-Amerikaners Ryan Lochte in 1:53:14 um 17/100 drückte. Am Samstag war noch Marleen Veldhuis über 50 m Kraul in 23,58 Sekunden so schnell wie keine andere vor ihr gewesen. Am Sonntag ließ die Niederländerin in 52,14 einen Europarekord über 100 m Kraul folgen.

Beachtlich war an diesem Wochenende auch die Rückkehr von Laure Manaudou auf die internationale Bühne, nach dreimonatiger Wettkampfpause markierte die Französin in 1:53,48 Minuten gleich einen tollen Europarekord über 200 m Kraul. Einen solchen holte sich unerwartet auch Antje Buschschulte über 50 m Rücken, die Deutsche schlug in 26,94 Sekunden an.

Vor dem Weltcup-Finale am nächsten Wochenende in Belo Horizonte steht bei den Herren Randall Bal bereits als Gesamtsieger fest, der US-Amerikaner gewann am Sonntag über 200 m Rücken. Dabei verbesserte Bal in 1:50,42 Minuten den vom Wiener Markus Rogan am 23. Jänner 2005 auch in Berlin aufgestellten bisherigen Weltcup-Rekord um 25/100. (APA)