Donezk - Bei einer Methangas-Explosion in einer Kohlegrube in der Ukraine sind am Sonntag mindestens 33 Bergarbeiter ums Leben gekommen. 67 Arbeiter würden noch vermisst, teilte Ministerpräsident Viktor Janukowitsch während eines Besuchs in seiner Heimatregion im Osten des Landes mit. In tausend Meter Tiefe sei Feuer ausgebrochen. Der Zugang zur Unglücksstelle sei blockiert.

Das Unglück ereignete sich in der Grube Sasjadko nahe dem Bergbauzentrum Donezk. Es gehört zu den schwersten seiner Art in der Ukraine seit der Loslösung des Landes von der Sowjetunion 1991.

Mehr als 350 gerettet

Ein Gewerkschaftsvertreter sagte, die Rettungsteams kämen auch wegen der dichten Rauchentwicklung nicht voran. Offiziellen Angaben zufolge befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 457 Bergarbeiter unter Tage. Mehr als 350 von ihnen seien von Rettungsteams nach oben geholt worden.

In der Bergbauindustrie der Ukraine sind Unfälle nichts Ungewöhnliches. Viele Gruben stammen noch aus dem 19. Jahrhundert. Zum bisher schwersten Unglück kam es im Jahr 2000 in einer Grube in der Stadt Luhansk, als 80 Bergarbeiter starben. (APA/Reuters)