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Carlos Slim Helu hat kürzlich Bill Gates als reichster Mensch der Welt abgelöst, nun steht er auch im Visier der Wettbewerbs- und Verbraucherschützer.

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Die mexikanischen Behörden haben den Telekom-Marktführer Telmex aufgefordert, seine Festnetzleitungen für kleinere Konkurrenten zu öffnen. Der Konzern des Multi-Milliardärs Carlos Slim darf demnach seinen Wettbewerbern keine Vorbedingungen für die Nutzung seiner Netze stellen. Die Telekommunikationsaufsicht Cofetel machte in ihrer Mitteilung allerdings keine Angaben über etwaige Strafzahlungen oder andere Sanktionen, die Telmex bei einer Missachtung der Entscheidung drohen könnten.

Staatlicher Monopolist

Der einst staatliche Telefon-Monopolist Telmex war im Zuge der Privatisierungswelle in Lateinamerika in den 1990er Jahren an Carlos Slim verkauft worden. Bis heute kontrolliert Telmex rund 90 Prozent aller Festnetzanschlüsse in Mexiko, die Gebühren für Gespräche sind vergleichsweise hoch. Durch die Öffnung der Netze erhofft sich die mexikanische Regierung mehr Wettbewerb und damit auch günstigere Kommunikationskosten für Unternehmen und Verbraucher.(APA/Reuters)