Moskau - Problemloser Start nach turbulenter Vorgeschichte: Eine russische Proton-M-Rakete hat am Sonntag den 4.385 Kilogramm schweren Satelliten "Sirius 4" vom Weltraumbahnhof Baikonur aus ins All gebracht. Dieser ist der größte Satellit des europäischen "Sirius"-Programms, das für die Versorgung Europas mit audiovisuellen Medien und Internet-Diensten zuständig ist. Der von Lockheed Martin hergestellte Satellit soll mindestens 15 Jahre in Betrieb bleiben. Am 6. September war eine Proton-M-Rakete nach dem Start von Baikonur abgestürzt. Da sich damals der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew nur wenige Dutzend Kilometer von dem Absturzort entfernt im Landesinneren aufgehalten hatte, setzten die kasachischen Behörden für einige Zeit alle Starts aus und wollten sie überhaupt verbieten, wenn sich Nasarbajew in einer Region aufhält, die in der Flugschneise der Rakete liegt; erst nach einiger Zeit wurde diese Anordnung wieder rückgängig gemacht.(APA)