Los Angeles/New York/Wien - Was die Autoren alarmiert, ist nicht zuletzt die Vorgeschichte. Mitte der Achtzigerjahre trat die Videokassette ihren Siegeszug an. Auch damals, wie heute im Falle des Internets, verwiesen die Konzerne auf ungewisse Gewinnaussichten. Die Schreiber begnügten sich mit mickrigen Tantiemen, 0,3 Prozent des Verkaufspreises - was sie heute schwer bereuen.

Seit 1982 hat sich der Profit der Studios mehr als verachtfacht. Während Produzenten und große Schauspielstars groß kassieren, geraten die Autoren mehr und mehr ins Hintertreffen.

Viele Schauspiel- und Serienstars erklären sich mit den Drehbuchautoren solidarisch und gehen mit ihnen auf die Straße: Ben Affleck, Felicity Huffman, Calista Flockhart oder Rob Lowe. Gute Aussichten Die Verhandlungsposition der Streikenden ist nicht übel: Anders als 1988 herrscht international eine ungebrochen hohe Nachfrage nach US-Hochglanzserien. Aber die Autoren werden sich bitten lassen, so viel steht fest: Für den 26. November kündigten sie an, die Verhandlungen wieder aufnehmen zu wollen. (fh, prie/DER STANDARD; Printausgabe, 19.11.2007)