Wien - Nachhaltige Stadtentwicklung durch Bürgerbeteiligung - um diese etwas sperrigen Begriffe ging es in der UN-Konferenz zu Nachhaltigkeit und Umwelt in Rio de Janeiro 1992. Dort wurde das "Agenda 21"-Aktionsprogramm erstellt, das die Bürgerbeteiligung in den Städten sicherstellt. Im Klartext: Bürger und Politiker arbeiten "zukunftsbeständig" zusammen. 180 Nationen, darunter Österreich, haben diesem Projekt zugestimmt. 1994 wurde im dänischen Aalborg eine Charta verabschiedet, welche die Kommunen stärker verpflichtet - daher auch "Lokale Agenda 21". 1996 unterschrieb Bürgermeister Michael Häupl (SP) dieses Papier. 2002 trat die UNO beim Gipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg den Kommunen wieder auf die Zehen. Mit Alsergrund als Pilotbezirk (2002) starteten 2003 vier weitere Bezirke mit der Umsetzung, jedes Jahr kommt ein neuer Bezirk dazu. Heute gibt es in insgesamt neun Bezirken über 80 Gruppen, die sich um Umwelt-, Migrations-, Verkehrs-, und andere Themen kümmern. Die Finanzierung der LA21-Bezirke erfolgt nach einer Einwohnerzahl-Staffelung, die Stadt übernimmt 50 Prozent, der Bezirk die andere Hälfte. (mil/DER STANDARD – Printausgabe, 19.11.2007)