Teheran - Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat ein Ende der Vorherrschaft des Dollars und damit auch der USA als Weltmacht vorausgesagt. Die US-Währung verliere an Wert, "und das Reich des Dollars bricht zusammen", sagte Chavez am Montag während eines Iran-Besuchs. "Natürlich wird durch den Zusammenbruch des Dollar-Reichs auch Amerikas Reich zusammenbrechen", sagte der Präsident.

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad und sein venezolanischer Amtskollege Hugo Chávez haben sich einer immerwährenden gegenseitigen Unterstützung im Kampf gegen die USA versichert. "Wir sind entschlossen, unsere bilateralen Beziehungen auszuweiten, die Rechte der unterdrückten Nationen zu verteidigen und für immer zueinanderzustehen", sagte Ahmadinejad am Montag in Teheran nach einem Treffen mit Chávez. Es war bereits der vierte Besuch des venezolanischen Präsidenten seit Ahmadinejads Amtsantritt im August 2005.

Chávez bezeichnete den Iran als seine "zweite Heimat" und betonte, beide Länder hätten "ein politisches, wirtschaftliches und soziales Netzwerk von strategischer Dimension" geschaffen. Nach seinen Worten haben beide Länder 186 Abkommen geschlossen, darunter Verträge über die Gründung einer Bank und eines Fonds für industrielle Entwicklung. Das bilaterale Handelsvolumen habe einen Umfang von 4,6 Milliarden Dollar (3,14 Milliarden Euro) erreicht. Chávez bekräftigte seine Unterstützung für das umstrittene iranische Atomprogramm.

Die verbündeten Opec-Mitglieder Venezuela und Iran hatten vom jüngsten Treffen der Organisation Erdölexportierender Länder (Opec) vergebens Schritte gegen die derzeitige Dollar-Schwäche verlangt. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad bezeichnete die US-Währung am Sonntag als "wertloses Stück Papier". (Reuters)