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Hornby hat seine Beziehung zu seinem Klub beschrieben, mehr als ein paar Arsenal-Fans waren angetan.

Foto: APA/Hochmuth

Wien - Gestern, Montag, fand kein wichtiges Match von Arsenal London statt. Und also ist der britische Erfolgsautor Nick Hornby in Wien aufgetreten, er gab Antworten und Autogramme und den Stargast einer Gala im Rathaus. Eine Woche lang und 100.000 Mal wurde sein Buch "Fever Pitch" verschenkt, die Aktion heißt "Eine Stadt. Ein Buch", der Echo-Verlag hat sie 2002 initiiert, Schirmherr ist Bürgermeister Michael Häupl.

Die "große Ehre" bei der Begrüßung war ganz beiderseits. "Es gibt ja tausende Bücher über Fußball", sagte Häupl. "Aber Bücher eines so bekennenden, begeisterten, friedvollen Fans gibt es nur sehr wenige." Hornby: "Es war ursprünglich ein sehr persönliches Buch über meine Beziehung zu meinem Klub. Ich war nicht sicher, ob es mehr als ein paar Arsenal-Fans interessieren würde. Natürlich bin ich froh, dass es so viele Leser gefunden hat." Auch seine Frau hat übrigens ein Arsenal-Abo, und nur, wenn sich kein Sitter für die Kinder findet, muss sie daheim bleiben. "Da muss ich wirklich darauf pochen, dass ich die älteren Rechte habe. Ich gehe seit vierzig Jahren ins Arsenal-Stadion."

Hornby (50) hatte kürzlich im Standard-Interview schon erkennen lassen, er sei kein Fan des englischen Nationalteams. Nun fügte er hinzu: "Ich habe am Freitag sogar zu Österreich gehalten, denn bei Österreich spielt Manninger im Tor, und damit gab es mehr Arsenal-Bezug im österreichischen als im englischen Team. Da kommt einfach der Klubfan in mir durch."

Mitte November ist also ein guter Termin für Hornby-Auftritte, denn Mitte November sind weder Premier League noch Champions League wirklich weit gediehen. "Ab März oder April, das wissen all meine Verleger, machen sie besser keine Termine für mich aus. Denn da kann immer ein Arsenal-Match dazwischen kommen." Sein neues Buch "Slam" erscheint Anfang Jänner, es handelt von einem 16-Jährigen, der Reißaus nimmt, weil er Vater wird. Der 16-Jährige führt quasi Zwiesprache mit dem Skateboarder Tony Hawk, der sein Idol ist - so wie Hornby sich "insgeheim mit Thierry Henry unterhalten hat. Aber Henry hat mich enttäuscht, als er von Arsenal zu Barcelona wechselte." (fri, DER STANDARD Printausgabe 20. November 2007))