Roland Würschum (48).

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Zoltan Heinemann (68).

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Im Reich der kleinsten Größen

"Wir arbeiten nicht an den Materialien von morgen, sondern von übermorgen", umschreibt Roland Würschum (48), seit 2001 Leiter des Instituts für Materialphysik an der TU Graz, seine Tätigkeit im Bereich der Mikroelektronik. Die Arbeit von Würschum und seiner Wissenschaftergruppe, der es gelang, Metalle mit spezieller Nano-Struktur zu erzeugen und deren Eigenschaften elektronisch zu steuern, brachte ihm den Forschungspreis für Nanowissenschaften und Nanotechnologie in der Kategorie Grundlagenforschung ein, der am 14. November vom Land Steiermark verliehen wurde. Bisher funktionierte das elektronische Beeinflussen von Eigenschaften nur bei nichtmetallischen Materialien, wie etwa Halbleitern und Isolatoren.

Im Bann des schwarzen Goldes

Österreich ist nicht unbedingt für seine (relativ geringen) Erdölreserven bekannt. Nichtsdestotrotz sind die Erdölingenieure, welche die Montanuniversität Leoben hervorbringt, weltweit gefragt. Zoltan Heinemann (68), der 17 Jahre lang das dort ansässige Institut für Lagerstättenphysik leitete, wurde nun mit dem höchsten Preis des weltweiten Dachverbands der Erdölingenieure (Society of Petroleum Engineers) bedacht. Der "John Franklin Carll Award" wurde Heinemann am 13. November im kalifornischen Anaheim überreicht.

Der emeritierte Professor wurde insbesondere für seine Forschungen im Bereich der Lagerstättensimulation ausgezeichnet. Seine dreidimensionalen Computermodelle ermöglichen die Entwicklung optimierter Förderstrategien. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 21. November 2007)