Weil, Folgendes: Nach einem Jahrzehnt des beschaulichen Seins am Rande der Jesuitenwiese im Grünland des Wiener Praters, nach sorgsam gepflegten Freundschaften mit Schießbuden- und Autodrombesitzern, mit Espressobetreibern und ganz lieben Menschen, von denen man jetzt – zumindest hier – lieber nicht wissen will, wovon sie eigentlich leben und ihre 12-Zylinder betanken, auf einmal ein Bruch.

Das jähe Auslaufen eines Mietverhältnisses hat eine Verortung heraufbeschworen, von der man jetzt nicht wirklich weiß, ob das auch gut tun wird. Just in einem der Zentren des Wiener zeitgenössischen Kunstgeschehens, in einem Galerieballungsgebiet, hat der Makler meines Vertrauens mir eine neue Bleibe verschafft.

Und da, wer zu faul zum Selbersuchen ist, den strahlenden Augen des Wohnungsdealers nicht mit lästigen Absagen den Glanz nimmt, hab ich geschlagen "Ja" gesagt. Und blicke mit Sorge in eine Zukunft unter Horden von Kunstschaffenden wie -vertreibenden. Gut, dass ich die Gegend von oben gut überblicke – welche, sag ich nicht! (mm / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.11.2007)