Graz - Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl hat, Umfragen zur Folge, gute Chancen, bei der Gemeinderatswahl am 20. Jänner 2008 die Nummer-eins-Position zu verteidigen. Bei der Sonntagsfrage kommt seine ÖVP auf 5 Prozentpunkte Vorsprung vor der SPÖ, wie das Klagenfurter Humaninstitut am Donnerstag bekanntgab. Mit Zugewinnen kann die FPÖ, mit Verlusten muss die KPÖ rechnen.

Die Umfrage wurde nach dem Quotaverfahren unter 610 Personen zwischen 19. und 21. November durchgeführt, so das Institut. Demnach würde die ÖVP auf 34 (2003: 36,1) Prozent kommen, die SPÖ unter Walter Ferk könne mit 29 (25,9) Prozent zwar ein Plus erwarten, eine Rückeroberung des Bürgermeistersessels scheint aber nicht in Reichweite.

FPÖ vor Grünen

Spannend verspricht das Rennen um Platz drei zu werden: Laut erhobenen Daten des Humaninstituts hat momentan die FPÖ die besten Karten (12 Prozent, 2003: 8,0), die Grünen liegen bei 10 (8,3) Prozent, die Kommunisten müssten mit 9 (20,8) einen massiven Einbruch gewärtigen. Das BZÖ würde mit 6 Prozent den Sprung in den Gemeinderat schaffen.

Auf den Abstand von fünf Prozentpunkten zwischen ÖVP und SPÖ war übrigens auch eine OGM-Umfrage im Oktober gekommen. Hinter dem Match um den Bürgermeister geht es vor allem auch um die Frage, ob das Einbrechen der KPÖ und das Wiedererstarken der FPÖ die Mehrheitsverhältnisse in Stadtsenat und Gemeinderat zugunsten des sogenannten bürgerlichen Lagers verändern wird.(APA)